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Schwan Auf Der Alster, Im Hintergrund Hamburg

11 Dinge, die kaum jemand über Hamburgs Alsterschwäne weiß

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Bald ist es wieder soweit und Hamburgs Alsterschwäne werden von der Innenstadt in ihr Winterquartier, den Eppendorfer Mühlenteich, schwimmen. Schwäne sind die Glücksbringer der Stadt. Einer Legende zufolge soll das Wohlergehen Hamburgs von seinen Schwänen abhängen. Solange die Tiere ihre Runden drehen, bleibt Hamburg eine wohlhabende und freie Weltstadt. Grund genug, Euch mit ein paar interessanten Fakten über Hamburgs legendäre Alsterschwäne zu versorgen!

FOTOS &TEXT: SUSANNE KRIEG

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Sollte Euch einer der Alsterschwäne mal dumm kommen, lieber nicht schimpfen! Das Beleidigen eines Schwans wurde 1664 per Gesetz verboten. Wer einen Schwan beleidigt, beleidigt auch die Stadt Hamburg.

 

Die Anzahl der Alsterschwäne ist durch die Jahrhunderte hinweg großen Schwankungen ausgesetzt gewesen. Während der Belagerung durch die Franzosen gab es im Jahr 1813 nur noch drei Schwäne. Dafür waren es 1892 stolze 400. Nach dem ersten Weltkrieg gab es 1919 zeitweise nur noch 16. Heute hat sich ihre Anzahl auf rund 120 eingependelt.

 

Alsterschwan

 

Schon gewusst? Der sicherste Job der Stadt ist der des Schwanenvaters. Er ist die älteste Planstelle der Verwaltung und wurde 1674 geschaffen. Der amtierende Schwanenvater heißt Olaf Nieß und ist bereits seit über zwanzig Jahren im Amt. Sein Vorgänger war sein Vater, der sogar 46 Jahre lang auf Hamburgs Schwäne aufpasste.

 

Mit seinen Schwänen geht Hamburg großzügig um: zeitweise soll die Stadt pro Jahr sogar 36 Tonnen Futter in die Alster gekippt haben.

 

Zwischen 1878 und 1904 residierten die Schwäne in einem eigenen kleinen Palast, den man auf der Außenalster für sie errichtet hatte.

 

Schwan auf der Alster, im Hintergrund Hamburg

 

Bis 1929 wurden allen Alsterschwänen rigoros die Flügel gestutzt, damit sie nicht wegflogen. Doch heute werden nur noch jene Vögel beschnitten, die zur Bedrohung für die öffentliche Sicherheit werden: z.B. wenn sie Anstalten machen, immer wieder in den Straßenverkehr zu fliegen – was vereinzelt vorgekommen ist.

 

Hamburg hat nie Schwäne verkauft, aber jede Menge verschenkt. Als Staatsgeschenke gingen sie z.B. nach Mexiko, China oder Brasilien, wo sie als Hamburgs Botschafter fungieren.  

 

Sogar zur Eröffnung des New Yorker Central Parks schickten die Hamburger 1860 Schwäne als Geschenk – und zwar gleich zwölf! Nur sieben Tage nach ihrer Ankunft waren 7 von ihnen tot. Sie hatten Rattengift verputzt.

 

Noch ein Alsterschwan

Von November bis März wandern die Alsterschwäne traditionell nach Eppendorf in einen eingezäunten Bereich des Mühlenteichs, der mithilfe einer Unterwasser-Wärmepumpe eigens für sie eisfrei gehalten wird.

 

Der älteste Alsterschwan Hamburgs wurde ganze 24 Jahre alt.  

 

Es ist möglich, ein freiwilliges ökologisches Jahr (FSJ) im Hamburger Schwanenwesen zu absolvieren. Mehr Infos findet Ihr hier.


 

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