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Die Elbville-Postkarte Nr. 9: Urlaubsgrüße Aus Hamburg St. Pauli!

Die Elbville-Postkarte Nr. 9: Urlaubsgrüße aus Hamburg St. Pauli!

St. Tropez? Nix da, St. Pauli! Statt Champagner im Le Club 55 lieber ein Herrengedeck in der Ritze. Statt Kaviar auf der Megayacht ’ne ehrliche Fischfrikadelle auf die Hand. Statt Playboys auf der Promenade schwere Jungs im Hinterzimmer… Und: Palmen haben wir auch! Mit der 9. Elbville-Postkarte sende ich Euch Urlaubsgrüße vom Hamburger Kiez – mit kleinen Inspirationen für den bevorstehenden Sommer (mit einem hoffentlich aufgehobenem Lockdown).

Frau Elbvilles Postkarte Nr. 9 (05/21)

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Deux Cheveux und ein lauer Sommerabend

Beginnen wir mit einer Szenerie, wie man ihr vielleicht auch in St. Tropez in einer etwas weniger mondänen Seitenstraße begegnen könnte: Diese pittoreske Ente (mit französischen Wurzeln, wohlgemerkt!) steht in der Paul Rosen Straße, quasi als Dauerparkerin vor dem Krug, einem efeuumrankten Wein-Gasthaus. Im Sommer, wenn es draußen schöner ist als drinnen, können Gäste auch an ihrem Kofferraum Platz nehmen. Ob sich die Gastronomen von St. Tropez wohl auch solche originellen Bistro-Tische einfallen lassen?  Und überhaupt – auch der Käseteller und die Weinkarte können es mit dem Angebot der französischen Kollegen aufnehmen. Wer braucht da schon den Blick über die französische Riviera?

– Paul-Roosen-Straße 35 / Website / Google Maps

Einfach mal abtauchen…

Schnorchel und Badetuch einpacken! Wer mal kurz abtauchen will, dem empfehle ich diesen Toreingang im Karolinenviertel. Türkisgrünes Wasser – wie herrlich! Und über einem zieht ein Hammerhai seine Bahnen. Aber keine Angst, der will nur spielen! Gleich um die Ecke kann man, wenn man möchte, tatsächlich schwimmen gehen: Neben dem Millerntorstadium befindet sich das St. Pauli Bad, in 70er-Jahre-Optik, stilecht mit Retro-Wanduhr. Zwischen Kiez-Urgesteinen und Hipstern kann man hier (sobald alles wieder öffnet) mit elegantem Bauchklatscher ins 25-Meter-Becken springen. Versprochen, auch ohne durchtrainierten Bikini-Body macht man hier ’ne gute Figur.

– Bäderland St. Pauli, Budapester Str. 29 / Website / Google Maps

Strandfeeling zur Happy Hour

Pötte, Kräne, Elbe und Docks: das Bühnenbild des Hamburger Sommers! Im StrandPauli, einem Beach Club zwischen Landungsbrücken und Fischmarkt, lässt sich dieser Anblick hoffentlich ganz bald wieder herrlich genießen und durch die warme Jahreszeit chillen, auf Liegen, Betten, Korbstühlen, Bänken… Im Hintergrund Lounge-Musik. Dazu ein Cocktail. Die Füße im Sand. „Summer in the City“ – the next Level! Ich wär dann soweit.

– St. Pauli Hafenstraße 89 / Website / Google Maps

Verschollen im Bermuda-Dreieck

Bis heute ranken sich Mythen und Legenden um das tropische Gebiet zwischen Bermuda, Puerto Rico und Florida. Immer wieder verschwinden Schiffe und Flugzeuge – angeblich spurlos. Manche vermuten Monsterkraken oder Wurmlöcher dahinter. Alles Quatsch: Meist ist eine Kombination aus menschlichem Versagen und schlechtem Wetter schuld. Schietwetter und gegebenfalls auch menschliches Versagen (?) könnten genauso dazu führen, dass man in einer Sommernacht im tropisch-schrillen 80er Ambiente der Bermuda Bar endet. Bambusmöbel, Leoparden-Kicker, Dancehall, Moombahton, Mojitos und Rum – mehr Urlaubsfeeling geht nicht, wenn der Kiez seine Läden wieder öffnen darf.

– Hamburger Berg 6 / Website / Google Maps

Wo die Schönen und Reichen speisen

Man sagt Franco Cuneo nach, er sähe ein bisschen aus wie Alain Delon . Letzterer drehte 1968 an der Seite von Romy Schneider in St. Tropez den legendären Film „Swimmingpool“. Nicht Alain Delon, aber Romy Schneider gehörte wiederum zu den vielen prominenten Gästen, die sich im „Cuneo“, Francos Restaurant, seit den 1960ern beständig die Klinke in die Hand gegeben haben. 1905 gegründet, ist das Lokal in der Davidstraße (fast gegenüber der legendären Davidwache) der älteste Italiener der Stadt, der zudem die höchste Promi-Dichte weit und breit aufweisen kann. Und so heißt es hier ganz wie in St. Tropez immer noch: Sehen und gesehen werden. Darauf einen Aperol Spritz, per favore! So lange Lockdown ist, kann man sich das Essen übrigens auch nach Hause liefern lassen.

– Davidstraße 11 / Website / Google Maps

Hochstapeln bei Luciella’s

In einem Sommer auf St. Pauli kann man natürlich noch mehr italienische Gaumenfreuden genießen – klar, gehört dazu auch Eis. Weil man im Urlaub trotz Hitze ja cool bleiben muss, möchte ich Euch meinen Lieblingseisladen „Luciella’s“ vorstellen. Dort nehme ich mir immer ordentlich was vor, wie Ihr seht, denn die Eissorten, die hier angeboten werden, sind besonders und wahnsinnig lecker. Was für 6 Sorten Eis ich mir hier beispielsweise auftürmen lassen habe?

– Detlev-Bremer-Straße 46 / Website / Google Maps

Hotel für Sparfüchse – und Seeleute

Zur Ritze Reeperbahn

Okay, dieser Tipp ist nicht so ganz ernst gemeint und eher nichts für schwache Nerven, falls Ihr wirklich nach einer Unterkunft suchen sollten. Ich finde dieses Etablissement zwischen Hans-Albers-Platz und Silbersackstraße nur so herrlich skurril, dass es auf dieser Postkarte einfach nicht fehlen darf. Hinein getraut habe ich mich selbst noch nicht. Aber der Übernachtungspreis von 13,50 Euro für Schüler, Studenten, Jugendliche und Seeleute (!) ist natürlich unschlagbar. Keine Ahnung, welche weiteren Bedingungen sich an dieses Angebot knüpfen…?

– Querstraße 1 / Website / Google Maps

Na, und Palmen haben wir, wie gesagt auch. Zu finden im Park Fiction mit Blick über den Hafen. Herunterladbar für alle Mitglieder im Elbville-Förderclub hier:

So, das war’s für heute! Ich hoffe, die Postkarte hat Euch gefallen. Anfang Juni kommt die nächste!

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